Mein Lesemonat Januar 2017

Ausser dem Reisen und dem Schreiben gibt es da noch eine andere Leidenschaft bei mir: BÜCHER! Bücher begleiten mich schon mein ganzes Leben lang und spätestens seit ich sie selber lesen und verstehen konnte und nahezu die ganzen Geschichten von Astrid Lindgren rauf und runter gelesen habe, war es sowieso um mich geschehen.

Es gab Phasen in meinem Leben, in denen ich weniger gelesen habe - trotzdem gab es wohl kaum je drei Tage hintereinander, in denen ich kein Buch in der Hand hatte.

 

Aus der Leseleidenschaft wurde mit der Zeit auch noch eine Sammelleidenschaft, die natürlich irgendwann zu einem Platzproblem führte. Heute habe ich das Glück, ein ganzes Zimmer für meine Bücher zur Verfügung zu haben und ich liebe es, mich in diesem Raum aufzuhalten.

 

Eins führte zum anderen, denn irgendwann kam zudem noch der Wunsch nach einem eigenen Buch-Blog auf. Gewünscht, getan....und somit ging www.literaturchaos.jimdo.com im April 2015 online und verfügt mittlerweile über mehr als 120 Rezensionen.

 

Hier auf Glitzerdings möchte ich Euch nun einen kleinen Einblick in meine jeweiligen Lesemonate geben - die kompletten Rezensionen zu den von mir gelesenen Büchern findet Ihr allerdings nach wie vor auf Literaturchaos und natürlich auch verlinkt in diesem Beitrag.

 

 

JANUAR 2017

Dieses Jahr fing leider mit einer regelrechten Leseflaute an. Viele Bücher wurden zur Hand genommen, angelesen und dann doch wieder weggelegt. Mit der Konzentration stand es nicht zum Allerbesten und es fiel mir schwer, mich auf ein Buch einzulassen und alles um mich herum auszublenden.

Insofern habe ich dann auch nur drei Bücher gelesen, was für mich wirklich wenig ist:

 

 

Die Punkte nach dem Schlussstrich von Laura Lackmann

fing äußerst vielversprechend an, obwohl ich die Hauptprotagonistin nicht ausstehen konnte. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn ich liebe es, Charaktere zu hassen. Hier handelt es sich um ein armes reiches Mädchen, das aus einer total verkorksten Künstlerfamilie kommt und nur ein Ziel im Leben hat: Niemals allein zu sein. Und so kann einem der jeweilige Lebensgefährte dann auch wirklich nur leidtun, denn er wird regelrecht erdrückt. Die Protagonistin richtet ihr Leben völlig nach ihren Männern aus, so dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Aber es ist halt wie ein Autounfall: Tragisch, aber man muss hinsehen bzw. weiterlesen. Denn der Schreibstil ist trotz Drama äußerst zynisch und kurzweilig. Bis zum letzten Drittel. Dann flacht das Ganze plötzlich so erheblich ab, dass man glauben könnte, der Autorin wären die Ideen ausgegangen. Schade.

 

 

 

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte von Romain Puértolas

war für mich persönlich der Flop des Monats. Wir haben dieses Buch für unseren Book Club, mit dem wir uns einmal im Monat treffen, gelesen - anderenfalls hätte ich diesen Blödsinn auch vorher abgebrochen. Meine Book Club - Mädels sind übrigens ausnahmslos meiner Meinung: Dieses Buch ist der totale Mumpitz und es ist uns allen völlig unbegreiflich, warum es angeblich ein absoluter Bestseller gewesen sein soll? Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier sowohl mit dem Inhalt als auch mit dem langen Titel versucht wurde, auf den Erfolgszug des schwedischen Autors Jonas Jonasson aufzuspringen. Bei dem sind es ein 100jähriger bzw. eine Analphabetin bzw. ein Mörder. Bei Puértolas ist es ein Fakir, der nach Paris reist, um dort im Ikea ein neues Nagelbett zu kaufen und dann unter kuriosen Umständen und immer auf der Flucht vor irgendwem durch halb Europa reist. Funktioniert nicht. Nein, absolut nicht.

 

 

 

Die Maschine steht still von E. M. Forster

ist ein Buch, das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Es handelt sich um eine Dystopie, in der unter anderem der Umgang mit dem Internet beschrieben wird. Die Menschheit lebt jeder für sich völlig isoliert und hat nur noch virtuelle Kontakte. Es gibt Videotelefonie, eine Art Facebook und YouTube. Kein Mensch wird gefangengehalten in seinem Zimmerchen unter der Erde - weil einfach keiner irgendwelche Ambitionen hat, herauszugehen in die Welt. Das Leben auf der Erdoberfläche ist nicht mehr möglich und die Menschen bekommen auf Knopfdruck alles, was sie wollen. DIE MASCHINE versorgt sie und wird wie ein Gott angebetet. Und jetzt kommt das Gruseligste an dem Buch: Die Erstveröffentlichung war im Jahr 1909!!! - Für mich persönlich war dies das Highlight des Monats.

 

 

 

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