12 von 12 im Januar 2023

Der ganz normale Alltagswahnsinn in 12 Bildern

 

12. Januar 2023

 

Mein letztes 12 von 12 ist nun schon einige Monate her. Aber hier bin ich wieder und habe Euch 12 Bilder des heutigen Tages mitgebracht: Viel Freude am sehr frühen Morgen, heimliche Feierei und deren Folgen, chaotische Zustände, für die man aber immerhin bezahlt wird, Kuriositäten in der Nachbarschaft, Kängurus im Wald, Sachen machen, von denen man keine Ahnung hat, Gratis-Küchenhilfen, natürlich Literatur, viel Kaffee und noch mehr Champagner.....mehr lesen

 

 

Liebes Jahr 2023....

Ein Jahresrückblick. Und ein kleiner Blick in die Zukunft

 

03. Januar 2023

 

.....nun bist du also schon drei Tage hier und hast dich bisher nur von deiner besten Seite gezeigt. Wir haben in dich hinein geurlaubt, könnte es besser sein? Deinen ersten Tag haben wir mit einem langen Waldspaziergang begonnen und es uns anschließend bei einem leckeren Frühstück gut gehen lassen.

 

Ja, der Start war perfekt und die Hoffnung keimt auf, dass 2023 so viel besser wird als 2022. 2022, das uns völlig aus der Bahn geworfen hat. 2022 das uns ausgelaugt, in die Knie gezwungen und krank gemacht hat. Der Urlaub zum Ende des Jahres, einfach weg, keine Weihnachtsbesuche sondern stattdessen Ruhe und Natur, war bitter nötig und hat uns unglaublich gut getan. So sollte wirklich jedes Jahr starten bzw. enden. 

 

2022 fing schon schlecht an - ich habe hineingearbeitet, wurde dann in den ersten Tagen richtig krank, Lima ging es zusehends schlechter, in der Ukraine brach Krieg aus, hierzulande wurde plötzlich alles teurer, Sorgen und Existenzängste ließen einen kaum noch ruhig schlafen....mehr lesen

 

 

"Tausend Lichter über der Seine" von Nicolas Barreau

Buchbesprechung

 

13. Dezember 2022

 

Alle Jahre wieder ist die Weihnachtszeit für mich die Zeit, in der ausschließlich kitschig-romantische Lektüre gelesen wird. Vom ersten Advent bis zum 26. Dezember trieft der Zuckerguss nur so aus den Seiten und mir macht es dann auch überhaupt nichts aus, wenn ich schon auf Seite 10 weiß, wer am Ende zusammen kommt. Ach was, wenn ich das schon anhand der Informationen auf dem Klappentext weiß! Völlig egal! In der Regel mache ich einen großen Bogen um Romane solcher Art, die Weihnachtszeit ist jedoch eine Ausnahme.

 

Fangen wir also an mit Paris im Winter. Hach! Nicolas Barreau, ein Pseudonym, das uns wohl allen bekannt ist, ist ein Garant für Ich-will-jetzt-sofort-nach-Paris-reisen - Bücher. So auch hier. Denn obwohl dieser Roman im tristen und verregneten November beginnt, ist das übliche Paris-Gefühl sofort da und man träumt sich hinüber in die Stadt der Liebe, die hier zudem auch noch weihnachtlich in Szene gesetzt ist mit vielen funkelnden Lichtern...mehr lesen

 

 

"Zur See" von Dörte Hansen

Buchbesprechung

 

25. November 2022

 

Zu einem düsteren Ort hat Dörte Hansen diese kleine Nordseeinsel gemacht, auf der sich die Geschichte von "Zur See" zuträgt. Zu einem kalten Ort mit zugekniffenem Mund und hochgezogenen Schultern. Abweisend, frostig und scheinheilig. Verloren gegangen an die Geister der Vergangenheit, jener großen Seefahrer, echter Männer, die monatelang zum Walfang auf dem Meer waren, zuhause erwartet von ihren Frauen, die nie wussten, ob sie im nächsten Jahr Witwe sein würden.

 

Nichts ist übrig geblieben aus dieser alten Zeit außer die vielen Geschichten und die alte Sprache der Inselbewohner. Die Männer fahren schon lange nicht mehr raus auf Walfang und man muss sich wohl oder übel an die heutigen Zeiten anpassen, an die Regeln halten. Das gelingt einigen besser und anderen nur scheinbar.

 

Familie Sander driftet in dieser schnelllebigen Zeit, in der der Familie die Wurzeln geradezu abgeschnitten werden, immer mehr auseinander und in Richtung Abgrund...mehr lesen

 

 

 

Die 100 Seiten Reihe - Ein Thema auf  100 Seiten

K wie Klimakrise von Günther Wessel

 

25. November 2022

 

Ach ja, was waren das noch für Zeiten, in denen man heizen konnte, ohne dabei Angst haben zu müssen, sich finanziell zu ruinieren. Damals. Im letzten Winter. Heute sitzen wir mit Wärmflasche und Kuscheldecke auf dem Sofa und heizen nur so viel, wie unbedingt nötig ist. Wir befinden uns mitten in einer Energiekrise und zumindest die kommt der Klimakrise zugute.

 

Ansonsten sieht es sehr schlecht mit unserem Klima aus, was Günther Wessel in seinem Buch "Klimakrise" auf 100 Seiten sehr deutlich und anschaulich erklärt.

 

"Eine Wahl haben wir nicht. Nichtstun ist keine Option, jedenfalls für niemanden, der jünger als 50 Jahre ist - er oder sie wird die schlimmeren Auswirkungen der Klimakrise noch miterleben." - Zitat Seite 3

 

Aber wie konnte es überhaupt soweit kommen? Wieso ist alles so dermaßen aus dem Ruder gelaufen und was können wir dagegen tun? Können wir überhaupt noch etwas dagegen tun oder rennen wir sowieso schon geradewegs unserem Untergang entgegen?...mehr lesen

 

 

 

"Café Leben" von Jo Leevers

Buchbesprechung

 

24. November 2022

 

Café Leben hatte ich ehrlich gesagt überhaupt gar nicht auf dem Schirm....bis es eines Tages in einem Überraschungspaket vom Droemer Verlag zu mir kam und mich direkt für sich einnahm, denn sowohl Cover als auch Klappentext sprachen für sich. Eine äußerst ungewöhnliche Geschichte hat die Autorin Jo Leevers sich hier ausgedacht, eine ungewöhnliche Geschichte, die von schrägen Charakteren, Zwischenmenschlichkeit und einem Cold Case lebt.

 

Da wäre zunächst die 32jährige Henrietta, griesgrämig, Single, meistens arbeitslos, zynisch, Menschen hassend. Ich mochte Henrietta von Anfang an, nicht nur, weil sie mit Dave, einem völlig gestörten Hund aus dem Tierheim zusammen lebt. Henrietta hat ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern, denn nichts, was sie macht, ist für die Herrschaften auch nur ansatzweise gut genug. Nach und nach erkennt man also, weshalb Henrietta gar nicht umhin kam, sich eine Art Schutzpanzer zuzulegen....mehr lesen

 

 

 

"Der Geiger" von Mechtild Borrmann

Buchbesprechung

 

17. November 2022

 

Seitdem ich vor vielen Jahren "Die andere Hälfte der Hoffnung" von Mechtild Borrmann gelesen habe, bin ich ein großer Fan der Autorin, denn ihr gelingt es mühelos, ihre Romane gleichzeitig sowohl auf einer kriminalistischen als auch auf einer historischen Ebene laufen zu lassen. Beide Ebenen ziehen sich von Anfang bis Ende wie ein roter Faden durch jedes Buch, zudem hat die Autorin einen wunderbaren, teils poetischen Schreibstil, der es vermag, den Leser in eine komplett andere Welt zu versetzen.

 

In diesem Fall werden wir ins Moskau des Jahres 1948 versetzt, in einen Konzertsaal, in dem der begnadete Geiger Ilja Grenko soeben ein Konzert beendet hat. Die Menge bejubelt ihn und auch wir Leser kommen nicht umhin, ihn einfach zu mögen, denn er ist ein sympathischer Mensch, lebt nur für seine Musik, seine Stradivari, die schon einige Generationen lang in Familienbesitz ist, und für seine Frau Galina und die beiden Kinder.

 

Doch nicht alle Menschen sind Ilja wohlgesonnen und dass er oft auf Konzertreisen im Ausland ist, ist der Regierung ein Dorn im Auge. Nach diesem Konzert passiert das, wovor man ihn so oft  gewarnt hat: Er wird verhaftet, des Landesverrats beschuldigt und ohne Prozess zu 20 Jahren Arbeitslager in Workuta verurteilt....mehr lesen

 

 

 

"Ein ganz besonderes Jahr" von Thomas Montasser

Buchbesprechung

 

11. November 2022

 

Wohl jeder Bücherfreund kennt sie, jene Bücher, die man sich irgendwann einmal anschafft - sei es, weil das Cover einem so gut gefällt oder weil der Inhalt sich interessant anhört. Jene Bücher, die dann aber doch erst mal in den Tiefen der ungelesenen Stapel verschwinden, jene Bücher, deren Zeit einfach noch nicht gekommen ist.

 

Und dann - manchmal erst Jahre später - nimmt man jene Bücher wieder zur Hand, will vielleicht nur mal kurz hineinlesen....und ist fortan zwischen den Seiten gefangen. Genau so erging es mir mit "Ein ganz besonderes Jahr".

 

Dieser Roman kommt sehr leise und behutsam daher, ist der reinste Seelenschmeichler und eine Hommage an das Lesen, an die Bücher und natürlich auch an kleine verwinkelte Buchläden. Buchläden, wie aus der Zeit gefallen, von denen es heutzutage leider nicht mehr allzu viele gibt.....mehr lesen

 

 

 

Septembergedanken 2022

Ein Monatsrückblick

 

07. Oktober 2022

 

Seit Monaten ist es nun schon sehr still auf meinem Blog, denn ich brauchte Zeit für mich, Zeit, um einiges zu verarbeiten, Zeit, die dafür noch längst nicht ausgereicht hat. Mein letzter Beitrag war ein sehr trauriger, dieser wird es leider auch.

 

 

Die Trauer um unsere Lima und vorher ihr schwerer Krankheitsverlauf haben uns völlig aus der Bahn geworfen und es ist beängstigend, wie sehr unser Leben und wie sehr wir selber uns seitdem verändert haben. Natürlich gab es zwischendurch auch schöne Momente, doch die Trauer ist immer noch allgegenwärtig. Dennoch hatte ich mich wirklich auf den September gefreut. Ich liebe einfach den Herbst, die Luft, das Licht und hatte viele Pläne gemacht. Doch es sollte alles anders kommen...mehr lesen